Charlotte & Marie

Unser erstes Lehr-Video ist online!

Videos für Transparenz: In unserem zweiten Blog erfahrt ihr mehr über den Prozess bis zur Fertigstellung unseres ersten Video-Clips sowie Wissenswertes über gemeinwohlorientierte Werte, auf die unser Projekt aufbaut.

Was ist seit unserem 1. Blog passiert?

Vor 4 Wochen haben wir unseren ersten Blog zu unserem Projekt „Virtuelles Lernen auf dem Bauernhof“ erstellt. Seitdem hat sich einiges getan! Unser erstes Lehr-Video ist fertig gedreht, geschnitten und mittlerweile auch auf unserem YouTube-Kanal verfügbar. Zudem haben wir mehrere Grundschulen aus unserer Heimat in Norddeutschland kontaktiert und über unserer Projekt informiert. Den Schulen schien unsere Idee sehr gut zu gefallen und sie zeigten großes Interesse an unserem Projekt!

Und was denken die Leser über unser Projekt?

Nachdem unser erster Blog online war, stellten wir fest, wie schwierig es ist, einschätzen zu können, wie unser Projekt und unser Blog bei den Lesern ankommt. In den Wochen nach dem Hochladen unseres ersten Blog-Artikels warteten wir gespannt auf Kommentare und Rückmeldungen seitens der Leser, mussten aber leider schon bald einsehen, dass trotz der Kommentarfunktion nicht zwangsweise auch ein Feedback zu unserem Beitrag gegeben werden würde. Wir hoffen natürlich trotzdem, dass unser Projekt und unser Blog auf Gefallen stoßen und auch alle Interessierten anregt, sich selbst gemeinwohlorientiert zu engagieren. Über mehr Feedback und Kommentare, um ggf. Wünsche und Anregungen mit in unseren Arbeitsprozess integrieren zu können, würden wir uns sehr freuen!

Blog 2: Flaschenlämmer beim Füttern

Erstellung unseres ersten Video-Clips

Ein Video für die Öffentlichkeit zu erstellen war für uns eine neue, herausfordernde Aufgabe. Wir beide hatten vorher keine nennenswerten Erfahrungen in diesem Bereich, freuten uns aber sehr darauf, kreativ tätig werden zu können.

Planung der Video-Struktur

Bevor die ersten Sequenzen jedoch gedreht werden konnten, mussten wir uns natürlich erst einmal überlegen, welche Inhalte wir den Kindern und weiteren Zuschauern grundlegend vermitteln wollten. Uns kamen viele Ideen, wie z.B. Videos zum Thema Schafschur, Landschaftpflege mit Tieren oder auch zur Verarbeitung von Lebensmitteln zu erstellen. Da es ja aber derzeit Frühling ist und momentan unsere Lämmer zur Welt kommen, dachten wir uns, dass es sich anbieten würde, unser erstes Video über die Aufzucht unserer Flaschenlämmer zu drehen, bevor diese zu groß werden und nicht mehr gefüttert werden müssen. So stand die Entscheidung für unser erstes Thema fest: Die Flaschenlämmer.

Als Nächstes ging es daran, Filmmaterial zu sammeln. Also nahmen wir jedes mal, wenn es an der Zeit war, den Lämmern die Flasche zu geben, unsere Kamera mit und versuchten, so viele Clips wie möglich zu drehen, um später eine möglichst große Auswahl an Filmmaterial zur Verfügung zu haben.

Das Schneiden des Videos

Das Video-Material war schnell gesammelt, sodass wir zum nächsten Schritt übergehen konnten – dem Schneiden. Schon standen wir vor der ersten großen Frage: Welches Schnittprogramm verwendet man am besten? Nach vielem Googlen und Empfehlungen aus YouTube-Tutorials grenzten wir unsere Auswahl auf die beiden Apps „Quick“ (von GoPro) und „iMovie“ ein und probierten die Funktionen der beiden Programme aus. Wir entschieden uns letztendlich aufgrund der einfachen Bedienung und vielfältigen Funktionen für die App „Quick“ und nutzten „iMovie“ nur für den letzten Schritt des Zusammenfügens von Bildmaterial und gesprochenem Text.

Als wir dann mit dem Schneiden beginnen wollten, fiel uns auf, dass es schwierig ist, ein Video zu schneiden, ohne vorher konkrete Vorstellungen über eine Art „roten Faden“ oder Struktur zu haben. So machten wir uns Gedanken, welche Abfolge der einzelnen Clips am sinnvollsten wäre, um später ein gut strukturiertes Video erstellt zu haben, welchem Kinder inhaltlich gut folgen können.

Nachdem die Stuktur des Videos feststand, ging das Zusammenschneiden der einzelnen Clips recht schnell vonstatten, sodass wir uns schon kurz darauf dem Ausformulieren des zu dem Video gesprochenen Text widmen konnten. Anschließend nahmen wir den Text auf und fügten ihn dem bereits geschnittenen Video hinzu.

Das anschließende Hochladen des fertigen Videos auf unserem bereits erstellten YouTube-Kanal zeigte sich als unkompliziert, sodass unser allererstes selbstgedrehtes Video nun endlich online ist!

Wir wünschen viel Freude mit dem Video, wir hoffen es gefällt euch!

Und was hat unser Projekt mit Gemeinwohl zu tun?

In unserem ersten Blog fiel häufig das Wort „Gemeinwohl“ im Zusammenhang mit unserem Projekt. Doch was heißt das eigentlich?

Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften zeichnet sich durch ein gemeinsames, wertschätzendes Miteinander aus, das u.a. von den Werten Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, Transparenz und Mitentscheidung getragen wird.

Mit unserem Projekt konzentrieren wir uns besonders auf den Aspekt der Transparenz und wollen der Allgemeinheit ermöglichen, einen Einblick in die Tätigkeiten auf landwirtschaftlichen Betrieben zu erlangen, indem wir die Videoclips über die tägliche Arbeit auf den Höfen transparent und öffentlich ins Netz stellen. Wir erhoffen uns, so vorwiegend den Wissensdurst der Kinder zu stillen, aber auch Verbraucher*innen und interessierte Menschen zu erreichen und für die Bedeutung der Landwirtschaft in der Gesellschaft zu sensibilisieren.

In unserer heutigen Gesellschaft ist es leider nicht mehr selbstverständlich, von einer möglichst vollständigen Offenlegung kritischer Daten oder wichtiger Entscheidungsprozesse ausgehen zu können. Dies ist auch in der Landwirtschaft nicht anders. Es gibt viele landwirtschaftliche Betriebe, die den Konsumenten keine Einblicke in die Produktionsprozesse oder Haltungsbedingungen der Tiere ermöglichen. Mit unserem Projekt wollen wir das ändern!

Neben der Transparenz ist auch die Solidarität ein Bestandteil der Gemeinwohl-Ökonomie. Solidarisches Handeln äußert sich in gegenseitiger und uneigennütziger Hilfestellung in z.B. schwierigen Situationen, wie es uns auch die Corona-Krise zeigt, in der es mehr denn je auf gegenseitige Achtsamkeit und sozialen Zusammenhalt ankommt.

Dementsprechend gestaltet sich auch das Ziel unseres Blogs. Wir möchten diese Werte der Gemeinwohl-Ökonomie möglichst lebendig vorleben und zeigen wie leicht es ist, diese auch selbst zu verwirklichen.

Was passiert als nächstes?

In den kommenden Wochen bis zu unserem nächsten Blog (der am 03.07.2020 erscheinen wird) werden wir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung von Videoclips erarbeiten, um auch andere Landwirte zu ermutigen, eigene Videos für mehr Tranzparenz und gemeinwohlorientiertes Engagement zu erstellen und für die Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Deshalb wollen wir mithilfe der Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen, wie wir selbst bei der Erstellung unseres Videos vorgegangen sind und dass auch Technik-Unerfahrene leicht lernen können, wie solche Videos erstellt werden. So wäre es Landwirten möglich, schnell und einfach über eigene Projekte und Arbeiten auf dem Hof zu berichten.

Empfehlungen über andere gelungene Projekte

Video-Tipp: Die Arbeit auf dem Schulbauernhof

Als weitere Anregung möchten wir über ein bereits bestehendes, sehr schönes Video von der WWF-Organisation auf YouTube informieren, welches die Arbeit auf einem Schulbauernhof beschreibt. In dem Video geht es um die verschiedenen Aktivitäten, die Kinder in Ferienfreizeiten und Schüler*innen auf Klassenfahrten rund um das Thema Lebensmittelherstellung und -verarbeitung durchlaufen. Vom Selbsternten und Pflücken der Lebensmittel, über die Verarbeitung von Milch in der Käserei, bis hin zur Verpflegung der Tiere sowie dem Ausmisten der Ställe. Hier lernen Kinder was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und die verschiedenen Stationen der Lebensmittelherstellung entlang der Wertschöpfungskette, ganz getreu dem Motto „Vom Acker auf den Teller“, zu durchlaufen. Das Schöne und Besondere daran: Von Kindern geführt und kommentiert!

Blog-Tipp: „Kochen mit Kids

Eine weitere Empfehlung, um Kindern während der Corona-Zeit neue Impulse zu geben, führt zu dem Blog „Kochen mit Kids“ von Michelle!

Hier geht es einen Schritt weiter entlang der Wertschöpfungskette: In die Verarbeitung und Zubereitung der Lebensmittel. Unsere Kommilitonin Michelle bietet in ihrem Projekt an, mit Grundschulkindern per Live-Video leckere Rezepte zu kreieren und diese mit ihr gemeinsam auch nachzukochen. Damit unterstützt sie Kinder und Eltern mit Unterhaltung und Interaktion über die schwierige Zeit während der Corona-Krise hinweg. Also schaut auch gerne bei Michelle’s Blog vorbei!

Seid gespannt auf weitere Videos und die Weiterentwicklung unseres Projektes in den kommenden Wochen.

Bis dahin!

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